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Geschichte des Vereins

Grünheide (Mark) liegt inmitten dichter Wälder und hat mit den Werl-, Peetz-, Möllen- Priestersee, der Löcknitz und einigen kleineren Gewässern ein herrliches Umfeld. Seltene Pflanzen und Tiere haben hier bis heute überlebt.

 

1934 beantragte die Gemeinde beim Innenministerium ein Wappen. Das Wappen zeigt eine aus dem Wasser steigende Schildkröte. Im Antrag wird begründet, dass im Werlsee ein starkes Vorkommen der Sumpfschildkröten existiert und damit Grünheide über eine Besonderheit gegenüber den Nachbargemeinden verfügt. Heute gelten diese Tiere bei uns als verschollen. Als Grünheide die Sumpfschildkröte in das Wappen aufnehmen wollte, wurde sie vom Geheimen Staatsarchiv stark kritisiert: „Die Sumpfschildkröten sind keine Wappentiere“. Wie auch immer, sie sind etwas Besonderes und deshalb stimmte der damalige Innenminister des Deutschen Reiches nach entsprechendem Briefwechsel zu.

Das Land Brandenburg hat zum Erhalt der Art ein Föderprogramm beschlossen. Die Bürger Grünheides aber wie es sich gezeigt hat auch Gäste und Bewohner anderer Orte, fühlen sich besonders verpflichtet im Rahmen dieses Programms mitzuwirken. Deshalb haben sich 1999 rund 20 Naturfreunde entschlossen, im Freundeskreis Wappentier etwas für die Europäischen Sumpfschildkröten zu tun.

Der Freundeskreis forschte nach den verschollenen Tieren. Mit Hilfe der Fischer, Angler und Wassersportler wurden 8 Tiere gefangen. Darunter war nur eine Sumpfschildkröte. Die anderen waren ausgesetzte Exoten. Trotzdem bestärkte uns dieser Fang in unserer Überzeugung – wo ein Tier ist, gibt es sicher auch noch andere.

Wir beschlossen, ein Freigehege für unser Wappentier zu bauen. Dieses Vorhaben führte zu großen Zuspruch. Es gingen von überall her Spenden ein. Ein bayrischer Züchter spendete 11 Tiere und die Naturschutzstation Rhinluch übergab uns ein Tier als Dauerleihe. Um diese Prozesse zu beherrschen, war es 2003 nötig geworden, einen eingetragenen Verein zu gründen.


Uns wurde die Gemeinnützigkeit zuerkannt und die Mitgliederzahl stieg auf über 40 Personen an. Darunter sind Ärzte, Tierärzte, Pädagogen, Landwirte, Biologen, Ingenieure, Schüler, Studenten u.a.

 

Wir sind offen für alle Naturfreunde, die etwas zum Erhalt der Europäischen Sumpfschildkröten in unserem Land beitragen möchten.